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DER BERICHT VON FRAU GINETTE HUFSCHMID
RICHTERIN DER 2. SÜDSCHAU DES CBCD VOM 12. JUNI 2011
in D-97638 Mellrichstadt

Mit grosser Freude habe ich die Einladung angenommen, am Pfingstwochenende an der 2. Südschau des Continental Clubs Deutschland zu richten. 

Die Veranstaltung fand statt auf dem herrlichen Gelände des Kleintierzucht-Vereins in Mellrichstadt. Der Ring war draussen in einem Zelt aufgebaut. Davor waren Tische und Bänke installiert, sodass man nah am Geschehen gemütlich sitzen und sich verpflegen konnte. Die leckeren Kuchen werde ich nicht so schnell vergessen! Insgesamt waren 50 Contis aus Deutschland, Oesterreich und der Schweiz angemeldet (22 Rüden und 28 Hündinnen). 

Mir wurden im grossen und ganzen typvolle Hunde vorgeführt. Einige Hunde waren zwar an der oberen Grenze der Standardgrösse, doch war der Gesamteindruck dieser Hunde immer harmonisch, d.h. Kopf und Gebäude standen in gutem Verhältnis. Am meisten aufgefallen sind mir aber Hunde mit kleinen, stark aufgehellten Augen. Die Gebisse waren meistens mittelbreit mit gut eingesetzten, kräftigen Schneidezähnen. Die meisten der Hunde waren auch vollzahnig. 

Schade, dass der Ring etwas klein war, denn die Hunde hätten - mit einem grösseren Ring - noch wesentlich besser ihre Sportlichkeit und ihr gutes Laufvermögen zeigen können. 

Semper Augustus Antonius Maximus, ein vier Monate alter, ansprechender, goldgestromter Rüde von guter Grösse mit einem typvollen, gut eingeteilten Rüdenkopf und einem vielversprechenden Gebäuderahmen erhielt die Bewertung „vielversprechend“ 1. 

Auf dem ersten Platz mit  „vielversprechend 1“ in der Jüngstenklasse stand Asgards Pride Ivan, gross, goldgestromt, mit einem knochenstarken Gebäuderahmen, guter Vorhand- und etwas knapper Hinterhandwinkelung. Der Kopf ist gut eingeteilt mit prima Stop und guter Fangfülle. 

Alle Hunde der Jugendklasse Rüden erhielten die Qualifikation „vorzüglich“. An erster Stelle stand Pickwick Van Gogh ein grosser, attraktiver, schwarzer Rüde mit aparter Weisszeichnung, der mit der nötigen Substand auch Eleganz aufwies. Typvoller, gut eingeteilter Kopf mit sehr schöner Ober- und Unterlinie, guter Schulterlage und guten Winkelungen der Vor- und Hinterhand. 

Die Zwischenklasse der Rüden gewann Pickwick Icco, ein goldgestromter Rüde von guter Grösse mit ebenfalls typvollem Kopf und vorzüglichem Gebäuderahmen.

Die meisten Rüden der offenen Klasse waren an der oberen Grenze der Standardgrösse, insgesamt gesehen aber äusserst harmonisch. Das Kopf-an-Kopf-Rennen entschied dann Angus v. Acheberg für sich, gefolgt von Chrono Bulls Acon und Pickwick Antares sowie Asgards Pride Dickens. Angus, ein satt hirschroter Rüde von sehr guter Grösse, zeigte sich mit seinen 5 ½ Jahren noch in ausgezeichneter Verfassung und wurde bester Rüde der Schau.

Vielversprechend erhielt in der Babyklasse Flower vom Lechfeld, eine goldgestromte Hündin mit typvollem Kopf und schon gut entwickeltem Gebäude. 

Bis auf die Erstplatzierte der Jüngstenklasse, der hirschroten Chili vom Rhönkennel, hätte ich mir in dieser Klasse insgesamt zum Oberkopf passend etwas mehr Fangfülle gewünscht.

Auch in der Jugendklasse hätte ich mir bei manchen Hunden ein besseres Oberkopf/Fangverhältnis gewünscht. Die meisten waren in der Vorhand- wie auch Hinterhand eher knapp gewinkelt. Auf dem Podest stand dann FF Dogs Eternity, eine grosse, goldgelbe Hündin mit der nötigen Substanz aber auch Eleganz, einem gut eingeteilten Hündinnenkopf, prima Ober- und Unterlinie und einer harmonischen Bewegung. 

Sehr gut gefallen hat mir die Hündin Pickwick White Gloves aus der Zwischenklasse. Eine Hündin von guter Grösse, schwarz mit attraktiven, weissen Abzeichen und einem eleganten sowie auch substanzvollem Gebäude. Das Ganze wurde abgerundet durch einen ausdrucksvollen, gut eingeteilten Kopf und einen dynamischen Bewegungsablauf. Sie wurde beste Hündin der Schau und als Tüpfelchem auf dem i BEST IN SHOW. 

In der offene Klasse der Hündinnen stand an erster Stelle Pickwick Freija, eine goldgestromte Hündin mit weissen Abzeichen von guter Grösse mit einem typvollen, gut eingeteilten Kopf, dunklen, gut platzierten Augen und einem mittelbreiten, regelmässigem Zahnstand. Beeindruckend war aber auch Pickwick Vice Countess auf dem zweiten Platz, eine 7 Jahre alte, goldgelbe, substanzvolle Hündin, die auch nach 4 Würfen in bester Kondition vorgeführt wurde.  

Diese Ausstellung hat gezeigt, dass wir mit dem Continental-Bulldog inbezug auf den erwünschten Typ sowie auch seiner Sportlichkeit auf einem guten Weg sind, jedoch noch ein gutes Stück Arbeit vor uns haben. Bei den Ausstellern möchte ich mich dafür bedanken, dass sie mir ihre Hunde gezeigt haben; den Züchtern dieser wunderbaren Rasse wünsche ich weiterhin viel Erfolg und ein gutes „Team-Work“.  

Bei den Organisatoren, an vorderster Front Frau Barbara Leder, meiner Ringsekretärin, bedanke ich mich für den guten Verlauf dieser Ausstellung. 

Ginette Hufschmid
Intern. FCI-Richterin Deutsche Boxer / Continental-Bulldog

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